Ich war klein, dann wuchs ich und war größer

Tobias Prempers neues Buch “Ich war klein, dann wuchs ich und war größer” ist ab Mai 2018 im Handel erhältlich!
Steidl Verlag, 2018, Miniaturen / 112 Seiten / Fester Einband / Leineneinband / 12.6 x 20.8 cm / Deutsch / ISBN 978-3-95829-429-5 / € 16,00

Weitere Infos hier!

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Lesungen 2018:
20.06.2018 LeseLunch Hannover (geschlossene Veranstaltung, Leibniz Universität Hannover)
08.08.2018 Goethe-Institut Berlin (geschlossene Veranstaltung)
23.08.2018 Ernst-Schulze-Gesellschaft, c/o Galerie Dr. Jochim im Haesler Haus, Magnusstr.5, 29221 Celle (19 Uhr, Eintritt frei)
30.08.2018 Rothus-Wies/Bibliothek, Asylstr.46-50, 8708 Männedorf/Zürich, Schweiz (21 Uhr)
09.11.2018 Hole of Fame, “Wechselströme”, Königsbrücker Str. 39, 01099 Dresden (20 Uhr)
17.11.2018 Hafven, Kopernikusstr.14, 30167 Hannover (Beginn:20:30 Uhr, Eintritt: 5 Euro)
20.11.2018 Raabe-Haus, Reihe: Vielfacher Schriftsinn, Leonhardstraße 29A, 38102 Braunschweig (Beginn: 19 Uhr)
xx.xx.2018 tba
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PRESSE:
“Miniaturliteratur” von Holger Moos auf blog/goethe

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Katja Kullmann stellt “Hochsommerbücher” vor. Darunter auch Tobias Prempers “Ich war klein…”.

© Foto: Katja Kullmann

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Manfred Papst in der NZZ am Sonntag am 24.6.2018:

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Remix-Interview mit Tobias Premper und Daniel Ableev für Zebrabutter! Viel Spaß!

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Stefan Gohlisch in der Neuen Presse, Hannover, 28.7.2018:

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Klappentext:
Prempers Miniaturen sind scharfzüngige und blitzschnelle Poesie, die in ihren wenigen Zeilen so viel Tiefe und Witz offenbaren wie kaum ein Roman. Sie sind Nachtigallen, hinter deren Gesang der Großstadtlärm verstummt. Sein Figurenensemble reicht von röchelnden und flatternden Tieren über Wunderheiler, Wandermönche, Zwerge, Blinde und andere Tausendsassa bis hin zu zwei Namenlosen – einem Mann und einer Frau – die zwar nur kurze, aber bestimmt unvergessliche Momente teilen. Vielleicht weil sie sich ihre Geheimnisse erzählen, vielleicht weil nur diese beiden Menschen einander die Einsamkeit nehmen können.
Ich war klein, dann wuchs ich und war größer singt eine Hymne auf die unerwartete Begegnung am mitternächtlichen Tresen, auf das absurde Eigenleben der Fußgängerzone, auf den Abschied von den Eltern, auf die große Sehnsucht nach einem Ausflug ans Meer oder zumindest in die nächste örtliche Badeanstalt. Tobias Premper schickt uns mit Lakonie und passgenauer Pointierung durch viele fremde Leben, lässt uns weinen, lachen und manchmal laut »verdammt!« schreien. Und immer lässt sich rhythmisch mit den Fingern schnippen und eine Melodie von Billie Holiday dazu summen.

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Auszüge:

Anleitung, wie mit einem Tyrannen umzugehen ist
Saß ein Tyrann im Café, soff Schnaps mit seiner Geliebten und rauchte Zigarre. Kam ein schlacksiger Mann vorbeigeschlendert, ganz so, als wäre nix. Zog er plötzlich zwei Plastikflaschen aus seiner Umhängetasche, drehte sich zum Tyrann hin und bespritzte ihn mit Senf und Ketchup. Tropfte dem Tyrannen gelbe und rote Soße vorne von den Haaren auf die Nase und aufs Hemd und hinten in den Nacken und lief von da den Rücken runter. Sprang der Tyrann auf, schrie und fuchtelte mit den Fäusten herum. Der tapfere Mann war aber längst im Getümmel lachender Menschen, die alles mit angesehen hatten, verschwunden.

Mann, der rückwärts ging
Als ich am Morgen aus dem Haus kam, sah ich einen Mann, der rückwärts das Trottoir entlang ging. Er sah in die Ferne, ging weiter rückwärts, ganz langsam, Schritt für Schritt, und als ich die Frau am anderen Ende der Straße sah, verstand ich auch, dass der Mann ihr nachsah. Jetzt hob er den Arm und winkte ihr zu, aber sie drehte sich nicht um zu ihm und bog um eine Ecke. Da blieb er stehen, sein Arm sank mit seinem Kopf herab, und er wurde wieder zu einem, der vorwärts ging.

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